KURZBESCHREIBUNG
In Venezuela findet seit der Regierungsübernahme durch Hugo Chávez 1998 eine tief greifende soziale Transformation statt, die als Bolivarianischer Prozess bezeichnet wird. Es handelt sich um einen breiten Prozess der Selbstorganisierung, aus dem heraus sich eine progressive Verfassung, ein Arbeitsrecht, neue Bildungsmöglichkeiten und eine Vielzahl weiterer Reformen für die verarmte Bevölkerungsmehrheit des potentiell reichen Staates entwickelten.
Der geplante Film ist der dritte Dokumentarfilm von Dario Azzellini und Oliver Ressler, der diese Veränderungen in Venezuela zum Ausgangspunkt nimmt. In „Venezuela von unten“ (67 Min., 2004) kommen die wahren Akteure des sozialen Prozesses zu Wort, die Basis: Arbeiter des Erdölunternehmens PDVSA, BäuerInnen einer neu gegründeten Kooperative, Kreditnehmerinnen und AktivistInnen aus den Armenstadtteilen von Caracas, Mitglieder einer Indígena-Gemeinde, Arbeiter aus den besetzten Fabriken.
Der zwei Jahre später entstandener Film „5 Fabriken – Arbeiterkontrolle in Venezuela” (81 Min., 2006) fokussiert die beeindruckenden Veränderungen im ökonomischen Bereich Venezuelas. Anhand von 5 Fabriken – ein Aluminiumunternehmen, ein Textilunternehmen, eine Tomatenfabrik, eine Kakaofabrik und eine Papierfabrik – werden verschiedene Formen der Mit- und Selbstverwaltung exemplarisch vorgestellt.
Der geplante Dokumentarfilm zu den Kommunalen Räten (Consejos Comunales) wird eine weitere im Rahmen des Bolivarianischen Prozesses entstandene Facette der Partizipation und Selbstverwaltung in Venezuela thematisieren. Die Kommunalen Räte sind Nachbarschaftsversammlungen, in denen Menschen die Möglichkeit haben, sich aktiv in kommunale Belange einzumischen, von denen sie betroffen sind. Die Kommunalen Räte stellen eine grundlegende Einrichtung zur Erlangung von mehr partizipativer Demokratie in Venezuela dar.
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen