Montag, 10. August 2009

Campesino 6.8 - 8.8

Irgendwo in der Nähe von Guasdualito im Gebiet von Agua Linda.
Wir sind hier um einige Versammlungen zu drehen.
Es ist ein extremer Kontrast zur Stadt sogar zu Barinas, welches doch geschätzte 200 000 Einwohner hat. Von der Hauptstraße ca. 2 Stunden Erdstraßen, die nach einem Regenguss auch gerne sehr matschig und glatt werden. In den 60er bis 90er Jahren abgeholzt bildet dieses Gebiet mittlerweile eine riesige Überschwemmungsfläche mit einigen Vogelarten, Kaimanen, aber auch Rindern und Milliarden von Moskitos überall.




Wir kommen Nachts an und werden gleich mal komplett zerstochen. Nur Dank Ganzkörper Behandlung mit diversen Moskitomitteln überleben wir.
Wir werden bei Bauern untergebracht und lernen die einfache Lebensweise der Landbevölkerung kennen. Schlafen unter einem Palmenblätter Dach, über uns im Dachgiebel die Fledermäuse, die uns durchs Moskitonetz der Hängematten anpinkeln und ankacken.
Rund um uns herum, Schweine, Kühe (offener Stall), Hühner, Hunde und eine Bauernfamilie, die um 5 Uhr beginnt die Kühe im Stall neben uns zu melken.

Hängematten Konstruktion

Hier schlafen wir unterm Strohdach


Stall neben dem Haus


Gummistiefel sind hier ein Muss. Es ist eigentlich immer heiß hier und die Arbeit gestaltet sich aus mehreren Gründen schwierig. Erstens ist es wie schon erwähnt heiß und feucht und zweitens sind die Leute hier unkoordinierter und gemütlicher drauf als in den Städten.



Das bedeutet für uns es dauert alles noch länger und ist schwieriger zu organisieren.
Wenn man aufgrund der Straßenverhältnisse auch noch im Schlamm stecken bleibt muss man mit Motorrädern weiter zu den Versammlungen fahren und kann dann auch nicht so viel Equipment mitnehmen. Die Einheimischen sind aber sehr hilfsbereit und somit bekommen wir mit vereinten Kräften das Auto auch wieder Flott. Es ist nicht viel Arbeit, 2 Versammlungen, Milchfabrik, Käserei, aber trotzdem sind wir geschlaucht weil unser europäisches Denken hier überhaupt nichts bringt. Uhrzeiten, Orte können sich jederzeit ändern und wir verbringen viel Zeit mit warten und versuchen herauszufinden wie der Hase läuft.

Wir warten !!!!!!

Aufnahme eines Consejos (auch Dario muss Angeln helfen).


Wir sind nach zwei Tagen etwas genervt von den nicht vorhandenen Planungsmöglichkeiten, von der Feuchtigkeit und von den Moskitos und beschließen nach allen Drehs früher abzureisen und uns Richtung Caracas aufzumachen. Ausserdem haben wir in dieser Zeit keinen Strom und somit sind unsere Kamera Akkus leer. Trotzdem eine schöne und sehr lehrreiche Erfahrung.

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